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Investition in Berliner Bäderlandschaft
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Das Stadtbad Schöneberg „Hans Rosenthal“ schließt ein weiteres Kapitel seiner knapp 100-jährigen Historie. Die mehr als zwei Jahre andauernde Teilsanierung ist beendet – seit dem 26. August 2026 steht das Bad der Öffentlichkeit wieder vollständig zur Verfügung, nachdem im Vorfeld bereits erste Schwimmkurse stattfanden. Die Wiedereröffnung war laut Senatsverwaltung für Inneres und Sport Teil einer der größten Investitionsoffensiven in der Geschichte der Berliner Bäder-Betriebe. Das traditionsreiche Bad in Schöneberg ist im Hallen- und Außenbereich mit 25-Meter-Bahnen, Außenbecken mit Strömungskanal, Sprunganlage, Solebecken und einer 53 Meter langen Rutsche ausgestattet. Somit bietet es den Berlinerinnen und Berliner zukünftig wieder jede Menge Freizeitspaß. Zugleich können Schwimmbegeisterte in Ruhe ihre Bahnen ziehen.
Damit ist die Investitionsoffensive der Stadt allerdings noch nicht beendet. Bis 2030 sollen 600 Millionen Euro in die Modernisierung, Sanierung und den Ausbau der Berliner Bäder-Landschaft fließen. So sollen unter anderem neue Bäder in Marzahn-Hellersdorf, Pankow und Spandau sowie zusätzliche Außenbecken in Tiergarten und Reinickendorf entstehen. Für das neue Bad in Marzahn-Hellersdorf ist der Standort bereits beschlossene Sache. Am Kienberg werden 35,4 Millionen Euro investiert, um ein Funktionsbad und ein Außenbecken zu errichten. Der geplante Baustart ist für Anfang 2028 angesetzt, die Fertigstellung und Inbetriebnahme sollen Ende 2029, Anfang 2030 erfolgen. Ebenso ist die Wiederinbetriebnahme weiterer Standorte vorgesehen. 2027 soll nach acht Jahren Bauzeit das Paracelsus-Bad in Reinickendorf seine Tore öffnen, 2028 soll auch im Wellenbad in Kreuzberg wieder gebadet werden. Hinzu kommen weitere laufende und bevorstehende Bauvorhaben unter anderem im Kombibad Mariendorf, im Sommerbad im Kombibad Spandau Süd sowie in der Schwimmhalle Holzmarktstraße. Die Berliner Investitionsoffensive enthält zudem ein Klimapaket: Ein Teil des Geldes, genauer 204 Millionen Euro, sind für klimafreundliche und energieeffiziente Maßnahmen wie die Installation von Beckenabdeckungen für die Sommerbäder eingeplant. Diese, so haben Berechnungen ergeben, könnten den Wärmeverlust in den Bädern um bis zu 30 Prozent reduzieren.
2 https://www.berlin.de/aktuelles/10468672-958090-600-millionen-investitionen-fuer-berline.html
Übergreifendes Ziel der Stadt ist es, den Sanierungsstau der vergangenen Jahre konsequent abzubauen. Dabei rücken die Gesundheit und Lebensqualität der Berlinerinnen und Berliner verstärkt in den Fokus. Denn Berlin verfügt insgesamt über 67 Bäder – und somit über die größte Bäderlandschaft Europas. In den Sommer- und Hallenbädern finden Freizeit-, Schul-, Vereins- und Breitensport gleichermaßen statt. Sie sind Treffpunkt, Erholungsort sowie Trainingsstätte zugleich und stehen sinnbildlich für erholsame Sommernachmittage, sportliche Erfolge und gemeinsame Erinnerungen. Die Investitionen lohnen sich also in vielerlei Hinsicht.